1650
Seite 194 |
Acta consiltory
uff Sontag den 8. 10bris sind vor Chorgricht erschinnen
Andres Erni ein frömder Sägysenschmid ufs Margraffenland
zu Worlouffe und Katrin Grim von Dürrenrot des papyrer Meysters by
der papyrmüli dienstmagd, wegen das sy einanderen uff martini nechst
vergangen zum mitlen Ländern die Ehe versprochen worden der
Jüngling der magd ein Venezianische Silberkronen uff die Ehe gäben
doch mit vorbhalt des Jünglings fründen darnach am Donstag die magt
den Jüngling ledig gsprochen werd und das gelt widergeben in bysin
Bat des Schankbades paaren zu Worlouffen.
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10bris = Dezember
uff Martini = 11. November
allgemeiner Zins-
und Abgabetag für
die Bauern
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1655
Seite 216 |
Acta consistory
uff Sontag den 21 8bris ward der Andres Sägisenschmid und
Hannibal der Kupferschmid ein jeder um 10 b. gstrafft wegen
d. (dass) sy des uneinen gsin und ettliche böse Wort gangen.
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10 b. = 10 Batzen |
1656
Seite 220 |
Acta consistory
uff Sontag den 29. Juni ist Andres Erny der Sägisenschmid
zu Worlouffen wegen sinert liederlichen läbens wie auch
Hushaltung um 5 b. gstrafft worden.
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5 b. = 5 Batzen |
1663
S. 288 |
acta consistorij, 16. Augusti
Es söllend uf nechst Chorgricht beschickt werden
Andres Ärni der Hammerschmidt, Jakob Mayer der zu bott
die Hodel und Schöne in der Stein gruben wägen ihres
sprüchens by dem Neüen hus denen von Bern und
Stettlen sol hernach gebotten werden.
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beschickt = vorgeladen
gebotten = aufgeboten |
1663
Seite 290 |
Acta consistory 16. Augusti
Item. Die Hodel und Schöne sind erschinnen des sprühens halber
bym neüen hus d. 2. Aug. habend anzeigt d. sy weder
sprüche noch garten gsein. sonder wyl sy (vermeint) ihren
verlust des eisen schlegels und anders in Erfahrung zebringen
segind sy dahin kommen. Sind ledig usgangen und angäben,
das Mr. Ärni mitt Rüffenach und welche ... wägen abkouffen von einem
ysen werden .......... und uff syner syte syge gewäsen Jacob Meyer
d zu bott Mr. (K)inger ... ......Burger zu Bern, uff des Steinbrächers
seiten Hr. Amman und Kilchmayer von Stettlen
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1663
Seite 290 |
d. 13. Sept.
Mr. Andres Ärni ist erschinen, und Jhnnen fürghalte worden d. er
als ein parthy mit bystand Jacob Meyer der zu bott by der wegmüle an einem sontag gsprühet hat anzeigt das er begehr habe von syner
gäge parthy die an ihne der Amman von Stettlen gschickt am ..............
sich ze...glichen aber ihne ange..ten word uff d. Sontag und hatt der
Amman..., sy söllen das ehr Sol uf gnad..........die andern söllen auch
beschickt werden. Imbfrag bhalten.
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1665
Seite 311 |
Acta consistory
28. Mai, item Andres Ärni und syn frauw; wägen ihres gefächts und
sonderlich ds sy (dass sie) ihne dapffer in dr gschicht angsicht
getroffen. söllend beschickt werden
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Söllend beschickt werden =
sollen vorgeladen werden
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| Seite 312 |
4. Juni,
ferners sol auch dr Andres Ärni, so sich vernommend nit erschin(en)
und seiner frauw wiyters botten werden.
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| Seite 312 |
Acta Consistori 8 Juni
Item Andres Ärni, wyl ihne seyn Frauw in ds angsicht
gschlagen abgemant
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1666
Seite 320 |
Uff d. 28. januarij ist Chorgricht gehalten worden und vor dem selbigen
erschinnen Uli Grog ein Hammerschmiedt knecht und Babi Zist ein
Jungfr. zu Wohrlauffen, welches den Gsellen der Ehhalben thut
anspechen, und... er habe es ouch geschwengert und offt mit Jhnne
zethun gehabt. Welches alles der Gsell nit loügnen könne wie wohl er
Jhnne kein Ehpfand gegäben. Dirwyl er aber ouch schon zu vor mit
eineren aus dem Solothurner gebiet zethun gehabt und mit Jhre ein
unehlich kindt gezüget, und Jhre hirmit ouch die Eh halben thut
ansprechen. So seidt sy mit einem Schryben nach Bern gewisen
worden, daselbst für dem Chorgricht Ihr redt urtheil zerwarthen
Söllen einer Ehrbarkeit erleg ein jeder X b.
Sindt zu Bern gescheiden und erkant worden, das er die erste ehlichen
solle und mit der anderen nach ynhalt Ihres Scheidbrieffs abschaffen.
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X b. = 10 Batzen |
1666
Seite 322 |
Uff d. 6. Maj ist Chorgricht gehalten worden und vor demselbigen
erschinnen Andres Ärni von Worlouffen und Anna Murer, welche
angeklagt worden, sy habe böse und ungezogne Kinder, so da den
nachbauren ouch überlegen und böse wort ausgiessen Sindt Jhres
zancks undt streits halber mit einer censur heimgeschickt worden
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1667
Seite 329 |
Uff d. 10. Augusti ist vor Chorgricht erschinnen
Andres Ärni und Christine Hauser, welche von der
Büchsenschmidi zu Wohrlouffen gezüget das Sy und Ihr
Sohn übel geschworen, und der Sohn gegen der Mutter
faust gemacht soll haben. d. Sohn ist hinweg gezogen. C
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dank diesem Eintrag
kennen wir den Namen
der Mutter von Andres! |
1678
Seite 363 |
Uff d. 19. Jan. ist Chorgricht gehalten worden und vor dem selbigen
erschinnen Andres Ärni in der Hammerschmitten zu Worlauffen,
welcher wegen sjner Trunkenheit und Schererej in dem Wirtshaus
ungeachtet er abgemahnet worden hefftig censurirt und umd
10 Schillig gestrafft worden.
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Schilling = Pfund |
1681
Seite 383 |
d. 10. Febr. 1681 ist Chorgricht gehalte worde Eodem die ist Christini
Sutters frauwen angezeigt worden dass ihre Tochter die Maria
(welche zum Vatter des Kinds angibt Ulrich Stram us der Kilchöri
Höchstetten ja auch ihne der Eh halben so er ihr versprochen angibt)
Kindts genesen wölle, so solle sie keinen andern weiber beschickt
darzu als die in Ehrbarkeit darzu bestellet namlich des Ärnis frouw +
des Glausers frouw beidt zu Worlauffen, welche auch vor Chorgricht
verprochen si in ihren Kindtsnöthen zefragen, wer der rechte Vatter des
Kindts seye, und hienach solches einem Chorgricht wider zu
hinderbringen, wie solches daß OberChorgrichtliche Schreiben von
Bern erfordere.
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1681
Seite 385 |
Uff d. 29. May 1681 ist Chorgricht gehalten worden alda die bestelten
zwey wyber von Worlouffen, des Glausers u. des Ärnis frouw von Maria
Suter so d. 26 may 1681 eines söhnlins genesen u. daruff d. 29 dato
alhier zu Bolligen getaufft und Ulrich genant worden also gezüget vor
einer Ehrbarkeit dass sy mit allem recht in den grösten Kindtsnöten u.
Schmertzen der Maria Suter gefragt worden des Kindts rechter Vatter
seye da habe es alzeit gesagt es wiss kein anderer als der Ulrich
Stram us der Kil(ch)höri Höchstetten so noch ledig seye und uff in der
Äschi der Klhöri Stettlen by einer wittfrouwen gedienet und wen es
einanderer were so hätte es ender gesaget weil es von des dienstag
des abends bis donnerstag morgens in den Kindtsnöthen gewesen
also dass sy und es vermeinet es müsse gestorben sein und von allen
schon den abscheid genommen.
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1682
Seite 392 |
12. Juni 1682
Auf obigen Tag ist vor ein Ehrbarkeit zitiert worden der Schuhmacher
Fellmann von Aarburg uf der Ei wonend weilen in sein Hus ettliche
Sonntagabends ein gar üppiges Leben getrieben worden mit dantzen
und springen essen und trinken. Daruff hat er geantwortet es
seye an einem sontag ein papyrer zu ihnen kommen, so hindere
zimmers wollen, und habe ihm umb gemachte arbeit bezahlt, sy
habind aber in ihrem hus kein üppiges leben getriben, gedantzed und
gesprungen, habe auch keine bösen in seinem haus, nach dem
papyrergesellen von ihnen hinweg gegangen habe er sich in die ruh
begeben, er habe aber gehört ussert synem hus einen spillmann, so
giget und die knaben gesprungen, ob aber die knaben allein oder
aber mit weibsleutten gedantzet, wüsse er nit, er seye in syner ruh
und hus gsin. Es sindt hiemit als Däntzer ouch citiert worden des
Schumachers schwöster und knecht so aber nit mehr da waren,
sondern vor Zechtagen weggegangen, des pulvermachers knecht und
sein magdt und des wirthsmagdt so aber nit erschinen, der Meister
Steffen Reinli und des Ärnis sohn von Worlaufen sind ouch citiert
worden welche aber gesagt sy habindt nit gedantzet sondern seyen
nach hus gegangen. Es ist ....erkennt dass man der Sach fleissig
nachforschen solle.
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Samuel wohnte seit
1679 in Frutigen.
In Frage kommen
im Alter von:
26 - Andres jun.
24 - Jacob
17 - Hans Rudolf |
1682
S. 392/393 |
Uff d. 16. junii 1682 ist vor einer Ehrbarkeit erschinnen des
pulvermachers knecht so in des Schuhmachers hus uff der Ey mit
des Schuhmachers schwöster gedantzet wie auch ein papyrergsell
von Neuenburg so gegyget vor des Schuhmachers hus uff der ey und
auch die gassen herunder er einen sontag uffgspilt allda die
Lädermann wohnen, darby des wirthsmagdt gewesen und des
Schuhmachers knecht, .. so ist auch der Schuhmacher leider citirt
word, als welcher und synen frouw i dem hus das dantzen und gygen
hetten abhalten sollen und solchen fug allda nitt gestatten obschon
der Schuhmacher gesagt er wüsse nütt darvon, seyen auch nit darby
gsyn alda in syner stube gedantzet worden. vür disen leügen ist ein
jeder nach einer Censur zun ver......gszeichen umb zehn schillig
gestrafft worden.
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1681
Seite 385 |